Blog Archiv: Business

Dienstag, April 6th, 2010

Das Harvard Business Review schreibt:

“Our research suggests that 95% of organizations are unable to offer socially useful stuff that creates meaningful value for people, communities, and tomorrow’s generations.”

Und das ist das Problem für das Marketing auf den sozialen Plattformen: wer will sich denn mit solchen Typen einlassen?

Die meisten Unternehmen sind von Natur aus asozial, daher müssen sie beim Social Media Marketing umdenken und wieder eine soziale Komponenten zu ihrem Marketingauftritt hinzufügen. Aber das gelingt nicht in allen Branchen gleich gut — eine Schule oder ein Weiterbildungsinstitut hat mehr soziale Merkmale und Bedeutung für ihre Kunden als ein Hersteller von Schrauben…  Je mehr persönliche Beziehung das Produkt oder die Dienstleistung benötigt, desto besser kann sich das herstellende Unternehmen auch mit ihren Kunden vernetzen.

Ein weiteres Merkmal, das ein Unternehmen für die soziale Umwelt interessant macht, ist eine ausgeprägte Kultur - ein “grüner” Energieversorger liefert nicht nur Strom, sondern beantwortet auch Fragen zum Thema Energiesparen und kann sonstige Tips geben.

Donnerstag, April 1st, 2010

Normalerweise bin ich als Usability Ingenieur die Schnittstelle zwischen den fachlichen Abteilungen (oft auch als das “Business” bekannt) und der IT Abteilung (”Ei, da  wo die Nerds hocken”). Und es ist meine - bisweilen einträgliche - Aufgabe diese Welten miteinander zu verbinden und das jeweilige Jargon zu übersetzen. Daher freut es mich, auch von Stern eine Übersetzungshilfe zu erhalten… Sehr amüsant - vor allem der Titel “Wir brauchen Quick Wins, aber asap” hatte mich bereits überzeugt ;)  Und der Begriff “Content ist King” unterstreicht meinen letzten Artikel ;)

Samstag, Februar 27th, 2010

Mahatma Ghandi

Ich las gerade auf Spiegel Online einen interessanten Bericht über Montblancs neuen Füller zu Ehren Mahatma Ghandis. Dieser Füller kostet ca. 22000€ und ist einem Idol gewidmet, daß Luxus ablehnte und ein einfaches Leben propagierte. Und viele Inder verehren ihn noch heute und sind daher verägert und empört über einen solchen Luxus-Füller. Zwar hatte sich das Unternehmen wohl die Erlaubnis von einem Urenkel Ghandis eingeholt, dessen Meinung sich aber sehr stark von denen der indischen Verbrauchern unterschied (– ich habe doch schon über den Unterschied von Fokusgruppen und Akzeptanztests berichtet?).

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Montag, November 9th, 2009

Ich habe schon öfters über das mobile Web gesprochen, und das es für viele Firmen und Anbieter die grosse Zukunft sein wird. Dabei ist diese Zukunft für viele Handynutzer in Japan bereits heute Realität! Auf Slideshare fand ich eine sehr gute Präsentation von Christopher Billich, der den Handymarkt aus den Sichten von Kunden, Plattformen und Inhalten beleuchtet. Dabei geht er auch auf die verschiedenen Geschäftsmodelle ein, mit denen japanische Firmen (bereits heute!) Geld verdienen …

Mittwoch, Oktober 28th, 2009
“Good News is No News;
No News is Bad News;

Bad News is Good news.”

– Jim Morgan, Chairman, Applied Materials

Im Projektmanagement gibt es fast jeden Tag etwas Neues. Und es liegt an uns auf die Änderungen zu reagieren. Daher finde ich Jim Morgans Zitat einfach super!

“Good News is No News”
In einem guten Team läuft alles wie erwartet: Probleme werden gelöst, Meileinsteine geschafft, Tests laufen durch und Release Termine eingehalten. Daher sind diese guten Nachrichten eigentliche keine neuen Nachrichten.

“No News is Bad News”
Auch wenn viele die Stille lieben, oder nachts pfeifend durch den Wald gehen: ohne Information, weiss man als Projektmanager einfach nicht wo man steht. Ohne Status oder Information über den Fortschritt weiss man auch nicht, ob das Projekt nur ruhig läuft oder seelenruhig glatt gegen die Wand fährt.

“Bad News is Good News”
Eigentlich paradox: aber bei schlechten Nachrichten weiss man, dass etwas los ist. Man hat Probleme erkannt, trifft auf Hindernisse, Lücken oder Widerstände. Jetzt muss man sich als Projektmanager beweisen und entsprechend gegensteuern, so dass das Projekt wieder in die erwarteten Bahnen läuft. Dann kommen auch wieder die guten Nachrichten, ach ja, die ja keine sind …

Dienstag, Oktober 20th, 2009

Uff, was für ein Jahr … so viel Arbeit und so wenig Zeit zum Bloggen. Heute bleibt mir nur Zeit für eine kleine Ankündigung, aber meine Blog-Pipeline ist gefüllt mit neuen Ideen, Artikeln und sonstigen Inhalten.

Nächste Woche am Donnerstag und Freitag, den 29. und 30.10. 2009 halte ich einen Vortrag über “Internationales Web Marketing” im Rahmen des iMOVE Workshops “Internationale Marketingstrategien”. Die Veranstaltung findet im Gustav Stresemann Institut in Bonn statt,  und ist für den gebotenen Inhalt sehr günstig (200€!).

Service Design

Im Rahmen des Vortrags besuche ich alle Kontaktpunkte für eine Website und beschreibe welche internationalen und kulturellen Anforderungen Einflusse nehmen auf Design und Entwicklung. Der Vortrag richtet sich an Projektmanager und Entscheider im internationalen Web Marketing und dauert ca. 90min, danach nehme ich an den Arbeitsgruppen der Veranstaltung teil.

Dienstag, Februar 26th, 2008

Multilingual Search hat einen interessanten Artikel über die polnischen Einwanderer in Grossbritannien veröffentlicht. Die Statistiken deuten darauf hin, dass die polnischen Internetnutzer sehr stark Websites aus Polen frequentieren. Vor allem Google Polen zieht sehr viel Traffic an.

Es scheint so, als ob die Internet Nutzer ihre Muttersprache stark bevorzugen. Ich glaube, bei privaten Inhalten wird das deutlich stärker sein. Und ich glaube auch, dass es in Grossbritannien viele Chancen gibt für das ethnisches Marketing für verschiedene Gruppen (so wie es teilweise hier in Deutschland mit der türkischen Gruppe passiert). Ich bin gespannt, wann die ersten polnischen Versionen britischer Websites erscheinen …

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Montag, Januar 28th, 2008

Matthew Nelson bei ClickZ beschreibt einen guten Business Case für ein Nutzerforum. Die Website “The Artful Home” vertreibt Kunst für die Inneneinrichtung. Beim letzten Redesign Ihrer Website wollten sie die Interessen ihrer Kunden besser verstehen und das neue Design danach ausrichten.

Dafür richteten sie ein Nutzerforum ein, in dem die Kunden über diverse Themen diskutierten. Die Betreiber der Website erkannten daraufhin, dass die Kunden über ganz andere Themen diskutierten als sie ursprünglich angenommen hatten.

Der Fall zeigt gut, wie man mit Nutzerforen gutes Feedback von seinen Kunden oder Nutzern bekommen kann, und wie dieses Wissen das Design und letztendlich auch die Strategie beeinflussen kann.

Was kann man daraus lernen?

  • Nutzerforen sind ein guter Kanal, um Meinungen und Interessen der Kunden besser zu verstehen. Sie sind dann meistens ungefiltert, unkontrolliert und direkt.
  • Vor allem sollte man darauf achten, welche neuen Themen diskutiert werden. Und ob diese Themen bisher einfach ignoriert wurden oder vorsätzlich vermieden werden sollten.
  • Gerade weil das Feedback direkt ist, kann es unter Umständen einzelne Personen verletzen. Zum Beispiel bei “The Artful Home” kann negative Kritik das partnerschaftliche Verhältnis zwischen Website und Künstlern verletzen.
  • Mit negativer Kritik muss man gut umgehen können, und nicht einfach fürchten. Vor allem, wenn es Besserung bringt, sind alle Seiten umso zufriedener.
  • Gute Foren binden die Nutzer überdurchschnittlich lange. Wenn es den Foren gelingt, die interessierten Nutzer einzubinden, wird die Bindung mit der Website und dem Unternehmen viel stärker. Gerade für Markenbildung ist das ideal.

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Freitag, Januar 25th, 2008

Facebook Nokia Phone

Gegenwärtig kommen 2 grosse Trends im Web zusammen: zum einen das mobile Web, welches immer mehr im Alltag ankommt. Und die wachsenden sozialen Plattform wie Facebook, StudiVz, oder Orkut.

Daher finde ich die Gerüchte um eine Beteiligung Nokias an der Plattform Facebook höchst interessant. Bisher hat noch keine Seite diese Allianz bestätigt. Aber ein Sprecher von Nokia bestätigte, dass Nokia durchaus Interesse an einer solchen Plattform hat.

Auf der anderen Seite will Facebook stärker Fuss fassen im europäischen Markt. Zur Zeit werden enthusiastische Facebook Nutzer dazu aufgefordert, die Facebook Webseiten zu übersetzen, u.a. auch in Deutsche (diese gezielte Beteiligung der Benutzer an der Entwicklung nennt man auch “Crowd Sourcing”). Für ihre Expansionspläne sammelt Facebook ausserdem Gelder von Investoren ein, zum Beispiel von dem Samwer Brüdern.

Für mich würde ein solcher oder ähnlicher Zusammenschluss zwischen Nokia und Facebook durchaus Sinn machen. Ich möchte hier einmal in die Zukunft schauen und skizzieren, welche Vorteile, Nachteile oder Player dabei eine Rolle spielen:

  • Nokia hat zur Zeit einen Marktanteil am globalen Handymarkt von ca. 40%. Auch wenn nicht alle Handys im Portfolio das mobile Web nutzen können, so ist Nokia einer der wichtigsten Player im aufstrebenden mobilen Web.
  • Facebook und seine Applikationen verbindet Freunde miteinander, die sich Nachrichten schreiben, miteinander chatten und spielen. Das führt bei vielen Benutzern zu einer sehr intensiven Nutzung (oder auch Sucht?!). So weit, dass z.B. britische Firmen damit begonnen haben, die Mitarbeiter im Unternehmen von den Facebook Webseiten auszuschliessen.
  • Facebook will mit aller Macht nach Europa expandieren und wird dort auf etablierte Plattformen stossen, z.B. XING oder StudiVZ. Um deren Nutzer für die eigene Plattform zu gewinnen, muss Facebook stark in Werbung investieren und die eigene Plattform technisch aufrüsten. Beide Posten werden viel Geld verschlingen.
  • Den intensiven Kontakt mit Freunden wollen viele Facebooknutzer auch auf Reisen oder unterwegs haben. Zur Zeit gibt es ca. 240 Applikationen bei Facebook, um mit dem Mobiltelephon per SMS, Twitter, Sprachaufzeichnungen die neusten Nachrichten oder Spiele von seinen Freunden zu erhalten.
  • Nokia würde stark von einem “Facebook”-Handy profitieren: die technischen Anforderungen fördern den Absatz von höherwertigen Geräten. Und Facebook könnte seinen “Balkan” der technischen Applikationen aufräumen und die mobile Nutzung deutlich aufwerten (und damit die Aufmerksamkeit der Benutzer jenseits des PCs sichern).
  • Aber auch die Netzbetreiber wie T-Mobile oder e-Plus würden von der intensiven Nutzung der sozialen Plattformen auf Handys oder PDAs profitieren: jeder mobiler Benutzer wäre auch ein potentieller Kunde für eine mobile Flatrate.

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Mittwoch, Januar 16th, 2008

Australien wirbt für StudiumInteressant, wie Australien mit seinem Portal “Study in Australia” gezielt Nutzer auf Facebook anspricht (s. Bild rechts). Weil die Facebook Nutzer in der Regel jünger sind, wird diese Werbung sehr grosse Reichweite bei potentiellen Kunden haben.

Auch wenn man auf die offiziellen Seiten des “Study in Australia” Portals schaut, dann ist es beeindruckend wie stark die Inhalte lokalisiert sind. Auf der zentralen Gatewayseite hat man 14 Optionen und klickt man dann auf Europe, kann man wieder aus vielen Sprachen auswählen. Auch wenn das Gateway nicht besonders gut gelöst ist, kann man dennoch erkennen, wie sehr Australien sich bemüht Studenten aus aller Welt anzuziehen.

So “exportiert” man die Dienstleistung “Bildung” in alle Welt! G’day from Germany.

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