Blog Archiv: Mobile

Montag, November 9th, 2009

Ich habe schon öfters über das mobile Web gesprochen, und das es für viele Firmen und Anbieter die grosse Zukunft sein wird. Dabei ist diese Zukunft für viele Handynutzer in Japan bereits heute Realität! Auf Slideshare fand ich eine sehr gute Präsentation von Christopher Billich, der den Handymarkt aus den Sichten von Kunden, Plattformen und Inhalten beleuchtet. Dabei geht er auch auf die verschiedenen Geschäftsmodelle ein, mit denen japanische Firmen (bereits heute!) Geld verdienen …

Freitag, November 6th, 2009

Ich arbeite gerade an einem Programm auf der Android Plattform und speichere dazu Java Zeitstempel in einer Datenbank. Für die Fehlersuche habe ich nach einem Tool gesucht, dass einen langzahligen Zeitstempel wie 1257465600000 in ein lesbares Datum übersetzte: 2. Juli 41817. Dabei stieß ich auf das Tool von John Walker, das ein Datum in verschiedenen Kalendern konvertiert: einfach einen Wert in einen der Kalender eingeben, dann werden die Werte in den anderen Kalendern aktualisiert (habe ich auch erst nach Ausprobieren herausgefunden).

Aber das heisst nicht, dass ich jetzt den Bahá’í Kalender verstanden habe …viel Spass mit dem Tool!

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Dienstag, Mai 20th, 2008

Photo von Andrew Currie (via flickr)

Ich hatte bereits darüber berichtet, dass beide Trends Mobiles Internet und Social Communities (wie z.B. Facebook, StudiVZ u.a.). Jetzt berichtet heise mobil über diese Themen und zeigt erste Zahlen und Unterschiede in der internationalen Nutzung des mobile Browsers Opera Mini:

  • Ca. 40% des weltweiten Verkehrs mit Opera Mini führt auf Social Community Seiten.
  • In Deutschland sind Google.de, StudiVZ.de, und Wer-kennt-wen.de die beliebtesten Seiten
  • In England führt Facebook vor Googl.com und Live.com

Eine genauere Analyse des Verkehrs für die Top 10 Länder findet sich bei Opera, und zwar für:

  • Russland
  • Indonesien
  • China
  • USA
  • Indien
  • Südafrika
  • Ukraine
  • Grossbritannien
  • Deutschland und
  • Polen

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Freitag, Januar 25th, 2008

Facebook Nokia Phone

Gegenwärtig kommen 2 grosse Trends im Web zusammen: zum einen das mobile Web, welches immer mehr im Alltag ankommt. Und die wachsenden sozialen Plattform wie Facebook, StudiVz, oder Orkut.

Daher finde ich die Gerüchte um eine Beteiligung Nokias an der Plattform Facebook höchst interessant. Bisher hat noch keine Seite diese Allianz bestätigt. Aber ein Sprecher von Nokia bestätigte, dass Nokia durchaus Interesse an einer solchen Plattform hat.

Auf der anderen Seite will Facebook stärker Fuss fassen im europäischen Markt. Zur Zeit werden enthusiastische Facebook Nutzer dazu aufgefordert, die Facebook Webseiten zu übersetzen, u.a. auch in Deutsche (diese gezielte Beteiligung der Benutzer an der Entwicklung nennt man auch “Crowd Sourcing”). Für ihre Expansionspläne sammelt Facebook ausserdem Gelder von Investoren ein, zum Beispiel von dem Samwer Brüdern.

Für mich würde ein solcher oder ähnlicher Zusammenschluss zwischen Nokia und Facebook durchaus Sinn machen. Ich möchte hier einmal in die Zukunft schauen und skizzieren, welche Vorteile, Nachteile oder Player dabei eine Rolle spielen:

  • Nokia hat zur Zeit einen Marktanteil am globalen Handymarkt von ca. 40%. Auch wenn nicht alle Handys im Portfolio das mobile Web nutzen können, so ist Nokia einer der wichtigsten Player im aufstrebenden mobilen Web.
  • Facebook und seine Applikationen verbindet Freunde miteinander, die sich Nachrichten schreiben, miteinander chatten und spielen. Das führt bei vielen Benutzern zu einer sehr intensiven Nutzung (oder auch Sucht?!). So weit, dass z.B. britische Firmen damit begonnen haben, die Mitarbeiter im Unternehmen von den Facebook Webseiten auszuschliessen.
  • Facebook will mit aller Macht nach Europa expandieren und wird dort auf etablierte Plattformen stossen, z.B. XING oder StudiVZ. Um deren Nutzer für die eigene Plattform zu gewinnen, muss Facebook stark in Werbung investieren und die eigene Plattform technisch aufrüsten. Beide Posten werden viel Geld verschlingen.
  • Den intensiven Kontakt mit Freunden wollen viele Facebooknutzer auch auf Reisen oder unterwegs haben. Zur Zeit gibt es ca. 240 Applikationen bei Facebook, um mit dem Mobiltelephon per SMS, Twitter, Sprachaufzeichnungen die neusten Nachrichten oder Spiele von seinen Freunden zu erhalten.
  • Nokia würde stark von einem “Facebook”-Handy profitieren: die technischen Anforderungen fördern den Absatz von höherwertigen Geräten. Und Facebook könnte seinen “Balkan” der technischen Applikationen aufräumen und die mobile Nutzung deutlich aufwerten (und damit die Aufmerksamkeit der Benutzer jenseits des PCs sichern).
  • Aber auch die Netzbetreiber wie T-Mobile oder e-Plus würden von der intensiven Nutzung der sozialen Plattformen auf Handys oder PDAs profitieren: jeder mobiler Benutzer wäre auch ein potentieller Kunde für eine mobile Flatrate.

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Donnerstag, Januar 10th, 2008

Zur Zeit tobt der Wahlkampf in den USA und die beiden grossen Parteien der Demokraten und der Republikaner halten ihre “Preliminaries” ab: in den einzelnen Bundesstaaten treten die Kandidaten in einen Parteiinternen Miniwahlkampf an, um so den nationalen Kandidaten für die Präsidentschaft 2009 zu küren. Wegen des Auf und Abs speziell bei den Demokraten findet das ganze Spektakel ein grosses Medienecho.Dabei finde ich das Web Marketing des demokratischen Kandidate Barack Obama einfach hervorragend! Auf seiner Webseite kann man sehen, wie sie geschickt verschiedene Features und Netzwerke kombiniert und nutzt. Schauen wir uns ein paar Features mal näher an.

Obama Homepage

Homepage

Die Redaktion arbeitet sehr, sehr schnell. Gerade erst war der Slogan “Yes, we can” in einer Rede verwendet worden, und schon ist sie der Teaser auf der Homepage. Das visuelle Design ist - nun, ja - sehr national eingestellt: mit blau, rot, weiss als Grundfarben. Das passt sicher zu den beabsichtigten Aussagen und Meinungen. Ansonsten ist das Layout sehr übersichtlich und aufgeräumt, mit einer übersichtlichen Hauptnavigation und mehreren Subnavigationen in Blöcken (s.a. “Social Web” weiter unten). Inhaltsbereiche sind durch Rahmen, Hintergrundfarben und Abständen klar getrennt.Die “Call to actions” sind auch sehr deutlich und klar erkennbar, z.B. “Donate Now” oder “Volunteer”.

Blog

Natürlich hat die Homepage ein Blog. Es wird mit mehreren Artikeln pro Tag aktualisiert und jeder der Artikel hat mehrere hundert oder gar tausende von Kommentaren. Das deutet auf eine sehr hohe Reichweite innerhalb der Gruppe der Internetnutzer hin.

Ethnisches Marketing

Wie bereits in anderen Einträgen beschrieben, sind die hispanischen US Amerikaner eine schnellwachsende und einflussreiche Gruppe. Und mehr und mehr Firmen, z.B. Ford, sprechen diese ethnische Gruppe gezielt an.

Obama Website: Link auf spanische Version

Auf der Website ist ganz prominent rechts oben ein Link platziert, der auf die spanische Website hinweist. Diese Website hat nicht das gleiche Design und auch nicht alle Inhalte, aber alle wesentlichen Informationen zu der laufende Kampagne.

Social Web

Obama: Social Netwoks

Auf der Website sind Links zu allen wesentlichen Social Web Plattformen oder Web 2.0 Netzwerken aufgelistet. Interessant, wie sehr das Web Marketing diese Social Web Plattformen nutzt und wie verschieden sich der Kandidat in den einzelnen Netzwerken präsentiert. Z.B. ist das LinkedIn Profil sehr nüchtern gestaltet während die MySpace Seiten eher “chaotisch” daherkommen (wie es in dieser Community auch eher üblich ist). Die Gestaltung ist also den jeweiligen Zielgruppen angepasst, ist aber immer wiedererkennbar.

Mobile Web

Unter dem Link “Obama Mobile” verbirgt sich eine Seite, die auf die SMS Inhalte hinweist und auf einen seperaten Twitter-Kanal hinweisen. So werden zeitnah Information an alle interessierten Journalisten, Wahlkampfhelfer und Wähler verteilt. Eine solche umfangreiche Kampagne für das Mobile Web habe ich bisher nicht gesehen.

Disclaimer

Damit möchte ich erst mal die Betrachtung des Web Marketing des Herrn Barack Obama abschliessen. Ich habe längst nicht alles untersucht, sondern nur auf die Highlights hingewiesen, die sie von “gewöhnlichen” Web Marketing Kampagnen unterscheidet. Zudem ergreife ich keine Partei für irgendeinen Kandidaten, ich wurde aufgrund des Medienechos auf die Website aufmerksam. Gerade weil die Kampagne in den verschiedensten Communities spielt, hat sie meine Neugier geweckt.

Rückschlüsse

  • Wie bedeutsam sind die sozialen Plattformen geworden! Nicht nur für die Wirtschaft sondern auch für die Politik. Daneben wirken die hiesigen politischen Kampagnen geradezu antik.
  • Ich bin gespannt, wie mit dem Kontrollverlust umgegangen wird. Denn in den Communities wird durchaus heftig und kontrovers diskutiert, und das ein Herr Obama sein Profil einstellt, heisst nicht, dass alle andere verstummen.
  • Die differenzierte Ansprache von verschiedenen Zielgruppen oder Marktsegmenten ist im Web einfacher und leichter als in anderen Medien, z.B. durch Verlinkung, unterschiedliche Plattformen usw.
  • Das mobile Web verbreitet sich immer mehr und wird als zusätzlicher Kanal oder Option (je nachdem, wie man es fährt) verwendet. Aber noch sind die Features für das mobile und das “stationäre” (?) Web sehr stark getrennt. Ich wünsche mir eine (1!) intelligente Website, die das Gerät erkennt und automatisch die Inhalte, Formate etc. anpasst. (Ich weiss, das gibt’s bereits, steckt aber noch sehr in den Kinderschuhen!).

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Montag, November 26th, 2007

Chinesischer Passant mit Handy

Google vs. Baidu, 1. Runde

Google versuchte bereits in der Vergangenheit Fuss auf dem chinesischen Markt zu fassen. Nach einem guten Start, traf es aber auf einen starken, lokalen Konkurrenten: Baidu.

Baidu nutzte den Trend der Urbanisierung und machte zunächst nur Marketing in den Megacities Peking, Shanghai und Guangzhou. Obwohl lokal begrenzt, erreichte das Marketing nur ca. 10% der chinesischen Konsumenten dafür aber die Mehrzahl der Internetnutzer. So eroberte sich die chinesische Suchmaschine die Marktführerschaft und konnte seitdem seine Position im ganzen Land ausbauen.

Googles Strategie

Nun hat Google angekündigt, seinen Suchdienst speziell für mobile Telephone anzubieten. Mit mehr als 500 Millionen Handynutzern (und stetig werden es mehr) ist das ein attraktiver Markt. Und es ist ein geschickter Zug von Google: es greift den fest verankerten Marktführer nicht direkt an, sondern weicht auf ein Nebenfeld aus, auf dem Google sich bessere Chancen verspricht. Wenn dieser Plan aufgeht, kann Google später die Nutzer vom Handy mit ins Web nehmen und so Baidus Position angreifen. Ich bin gespannt, wie dieser Plan aufgeht.

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Freitag, Oktober 5th, 2007

Phone User in Asia

Wie PanAsianBiz berichtet, werden in China pro Sekunde 3 neue Handyverträge abgeschlossen - 24 Stunden und 7 Tage in der Woche! Und neben den prosperienden Küstenstädten werden auch immer mehr Kunden in den ländlichen inneren Provinzen erschlossen.

Der aktuelle Stand liegt bei ca. 515 Millionen Handies (ist das der richtige Plural?). Und noch immer sind 800 Millionen Menschen in China ohne…