Blog Archiv: Software

Freitag, November 6th, 2009

Ich arbeite gerade an einem Programm auf der Android Plattform und speichere dazu Java Zeitstempel in einer Datenbank. Für die Fehlersuche habe ich nach einem Tool gesucht, dass einen langzahligen Zeitstempel wie 1257465600000 in ein lesbares Datum übersetzte: 2. Juli 41817. Dabei stieß ich auf das Tool von John Walker, das ein Datum in verschiedenen Kalendern konvertiert: einfach einen Wert in einen der Kalender eingeben, dann werden die Werte in den anderen Kalendern aktualisiert (habe ich auch erst nach Ausprobieren herausgefunden).

Aber das heisst nicht, dass ich jetzt den Bahá’í Kalender verstanden habe …viel Spass mit dem Tool!

Links

Dienstag, Mai 29th, 2007

Red OfficeHeise online berichtet über die Initiative der chinesischen Regierung die Open Office Suite für den chinesischen Markt zu lokalisieren. Dazu hat die Firma Red Office den Auftrag von der chinesischen Regierung erhalten,  die Open Office Suite für den chinesischen Markt zu lokalisieren.
Die chinesische Regierung setzt hier gezielt auf Open Source, um für den aufstrebenden Markt geeignete und preiswerte Alternativen zu teuren Softwarepaketen aus Redmond zu finden.

Montag, April 30th, 2007

MS Office Logoheise.de hat berichtet, dass Microsoft nun ihre Office Suite auch auf Elsässisch unterstützt. Das ist das erste Mal, das Microsoft eine Regionalsprache unterstützt. Eine der Schwierigkeiten dabei war die Tatsache, dass das Elsässische oft keine ädequaten Worte oder Umschreibungen kannte. Deswegen wurden viele neue Kunstwörter erfunden. (Ähnlich wie im Gälischen in Irland, wo die Sprache auch sehr alt ist und viele moderne Begriffe, wie z.B. Telefon, immer wieder neu erfunden wurden, um die Sprache überhaupt alltaugstauglich zu erhalten).

Weitere Projekte sollen folgen
Versionen auf Bretonisch, Schottisch und K’iche, eine Regionalsprache Guatemalas, sind geplant. Die Elsässer denken bereits über eine elsässische Version von Windows Vista nach.

Firefox
Bisher wurde Firefox sehr gern um Regionalsprachen erweitert, z.B. das Baskische. Das war aus Gründen der kulturellen Identität oft sehr beliebt und erklärt die Verbreitung des alternativen Browsers. Aber jetzt bietet Microsoft eine Schnittstelle namens CLIP an, und öffnet so die Tür für weitere Regionalsprachen.

Dienstag, März 27th, 2007

Screenshot
Die Firma 3D Live Stats bietet ein Paket für die Erstellung von geogaphischen Statistiken an. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen!

Wie in einem Satellitenflug werden die Ergebnisse in Echtzeit visualisiert, z.B. wie sich die Besucher auf einer Website weltweit verteilen und nach welchen Begriffen sie suchen usw. Dabei rotiert die Weltkugel und bringt so die Daten ins Bild.

Für die Datenanalyse ist das natürlich keine nützliche Lösung, aber für den Einsatz in Marketing oder Werbung ist das Paket wirklich sehr schön anzuschauen… vor allem auf einem grossen Plasmaschirm!

Mittwoch, Januar 31st, 2007

Ein Artikel der Computerzeitung zeigt auf, wie die Hersteller und Verkäufer von Content Manager Systemen (CMS) immer mehr auf das Feld des Business Process Management (BPM) drängen.

Für mich macht das einen Sinn: immer weniger geht es darum, Prozesse zu automatisieren (das kann man ja bereits mit weniger mächtigen Mitteln erreichen, ohne gleich eine BPM Suite einzukaufen). Sondern es geht darum, gerade die besten und teuersten Ressourcen im Unternehmen zu nutzen, und das ist immer noch der Mitarbeiter. Für komplexe und mitunter langwieriege Verfahren und Entscheidungen braucht dieser entsprechende Informationen, z.B. in Dokumenten, Briefen, Mails oder Bildern.

Auch im Fall des Case Handling geht es ja darum, einen Fall mittels einem Geschäftsprozess zu bearbeiten. Zum Beispiel wird in Versicherungsunternehmen pro Fall meistens ein Ordner (Folder) angelegt, der während der gesamten Fallbearbeitung weiter gefüllt oder verändert wird. Das heisst der Ordner bildet eine Art Referenz für eine konkrete Prozessinstanz. Natürlich kann man auch Ordner in Ordner organisieren und bekommt so den Überblick über alle Fälle zu einem Klienten oder Kunden.

Und es wäre schon wirklich praktisch, dass der Mitarbeiter genau auf die Informationen oder Dokumente zugreifen kann, die er für die Bearbeitung des Prozess braucht.

Montag, Januar 22nd, 2007
Auf java.net findet sich das Projekt Open Language Tools. Das Projekt wird von Tim Foster und Boris Steiner betrieben und stellt Werkzeuge für die Übersetzung zur Verfügung, die auf dem XLIFF Standard und einem Translation Memory beruhen. Die Tools sind Open Source und unter der Common Development and Distribution License verfügbar. Grund genug, mal näher hinzuschauen.
In diesem Blogbeitrag möchte ich für den XLIFF Translation Editor des Projekts zeigen:
  • wie XLIFF praktisch eingesetzt wird,
  • wie ein integriertes Translation Memory die Übersetzung leichter und schneller macht,
  • und welche Formate unterstützt werden.
Der XLIFF Translation Editor arbeitet mit XML-basierten XLIFF Files (also Textdateien). Durch das Markup wird der originale Text in Segmente geteilt, die der Editor dann verabeiten kann. Der Übersetzer öffnet also das XLIFF File und wählt die Zielsprache, in die der Text übersetzt werden soll.

Der XLIFF Translation Editor parst das XLIFF File und bietet dem Übersetzer den Text in seinen einzelnen Segmenten an. Das XLIFF Markup bestimmt welche Teile des originalen Texts übersetzbar sind und welche nicht. Im Editor werden die nicht-übersetzbaren Teile des Textes als gesperrt markiert (siehe auch den Screenshot und die rot gefärbten Texte) und sind nicht editierbar. Die Stellen, die übersetzt werden sollen, sind normal mit Schwarz markiert und können frei editiert werden. Im Screenshot kann man sehen, wie nur die übersetzbaren Stellen eines HTML Tags frei editierbar sind. So verhindert der Translation Editor, dass der Übersetzer versehentlich das Tag oder den HTML Code ändert, der nicht für die Übersetzung vorgesehen war.

Um die Arbeit des Übersetzers einfacher zu machen, bietet der Translation Editor ein integriertes Translation Memory (TM) an. Mit diesem TM kann der Übersetzer auf bereits übersetzte Segmente zurückgreifen und kann diese einfügen ohne den Text erneut übersetzen zu müssen. Manchmal ändert sich aber die Wortwahl oder der Aufbau eines Satzes. In solchen Fällen kann das TM nicht 100% passende Übersetzungen anbieten, aber vielleicht Übersetzungen, die vielleicht 80% oder 90% des ursprünglichen Textes beinhalten - sogenannte “Fuzzy Matches”. Die gefundenen “Fuzzy Matches” bietet der Translation Editor an, und der Übersetzer kann sie dann weiterverwenden oder sie nachträglich editieren. So kann der Übersetzer die XLIFF Files schneller übersetzen. (Das TM Feature ist sehr einfach und ich muss noch prüfen inwieweit es mit kommerziellen Lösungen konkurrieren kann. Aber dennoch: für 0.- EURO ein sehr nützliches Feature!)

Der Translation Editor erlaubt auch die Segmente zu filtern, z.B. nicht übersetzte Segmente, bereits übersetzte Segmente, Fuzzy Matches des Translation Memory usw. So behält der Übersetzer den Überblick über den Fortschritt der Arbeit.

In der Version 1.2.7 unterstützt der XLIFF Translation Editor folgende XLIFF Filter für verschiedene Formate (d.h. mittels eines solches XLIFF Filter wird das Format in ein XLIFF Format transformiert, z.B. durch XSLT):

  • HTML
  • Docbook SGML
  • JSP
  • XML (generic - needs a configuration file for each XML type)
  • OpenOffice.org : sxw, sxc, sxi
  • Open Document Format : odw, odc, odi
  • Plain text
  • PO (gettext)
  • Msg/tmsg (catgets)
  • Java .properties
  • Java ResourceBundle
  • Mozilla .DTD resource files
Samstag, April 15th, 2006

- Beim Lesen von uxmag stiess ich auf das Open Source Projekt Tango Desktop Project. Unter anderen finden sich dort eine Palette von Icons in verschiedenen Grössen, z.B. in 16×16, 22×22 und wer es grösser mag auch in 48×48. Die Icons sind im PNG oder SVG Format verfügbar. Die Verwendung der Icons unterliegt der Creative Commons Attribution Share-Alike license.

technorati tags: , ,

Freitag, Februar 3rd, 2006

In der Financial Times beklagt SAPs Konzernchef Henning Kagermann: “Indien wird langsam teuer. Wir haben uns vorgenommen, dort nur noch eine bestimmte Zahl (an Mitarbeitern) einzustellen und uns dann nach anderen Lokationen umzuschauen.” Damit meint Kagermann China und Osteuropa.

Und laut den Auskünften eines Branchenkollegen steigen die Löhne für IT Experten in Russland im 2. Jahr in Folge um mehr als 10%. Damit zeichnet sich eine Angleichung der Löhne ab, auch ein Anstieg der Löhne in China wird über kurz oder lang erfolgen. Eine Sourcing Strategie nur um Kosten einzusparen wird immer schwerer durchzuhalten sein. Zukünftig muss der Gewinn wieder durch Umsatz erreicht werden und dafür sind neue Ideen oder neue Märkte gefragt.

SAP ist bereits recht international aufgestellt, aber viele deutsche Softwarehäuser verfolgen diesen Schritt nicht konsequent genug. Bislang bildeten der europäische und der amerikanische Markt den Rand der Erdscheibe. Aber Asien und Südamerika sind bislang Terra Incognita. Und auch noch ungenutztes Marktpotential.

Montag, Januar 23rd, 2006

Als Projekt des 6. Rahmenprogramms 2002-2006 der EU arbeiten 36 Unternehmen im Projekt “Wear-IT-at-work” zusammen. Darunter sind unter anderen EADS, Microsoft, Sony, Siemens, Zeiss und SAP. In diesem Projekt entstehen multimodale Benutzerschnittstellen und Anwendungen für die Interaktion von Mensch zu Mensch. Im Fokus stehen dabei:

  • Katastrophenschutz
  • Gesundheitswesen
  • Wartung
  • Produktion

Während des Projekts soll User Centered Design (Benutzerorientierter Entwurf) die Bedienbarkeit und die Akzeptanz durch die Benutzer sicherstellen. Durch die Integration in die Kleidung oder Ausrüstung genügt es z.B. dem Wartungstechniker einfach den Arbeitskittel überzuziehen und sich so bestens vorbereitet dem Objekt zu nähern. Spracheingabe über integrierte Mikrofone, Datenausgabe über spezielle Brillen usw. halten die Hände frei und steigern so die Produktivität bei der eigentlichen Arbeit.

Montag, Januar 23rd, 2006

Die Computerzeitung vom 23. Jan. 2006 und die Gesellschaft für Informatik berichten über den Auftritt von Bundesforschungsministerin Annette Schavan bei der Eröffnung des Informatikjahrs 2006. Dabei betont Schavan die Bedeutung der IT für die deutsche Produktion und für den Export: “Mehr als die Hälfte der Industrieproduktion und mehr als 80% der deutschen Exporte hängen von der Informations- und Kommunikationstechnologie ab. Dieser Bereich ist weltweit einer der größten Innovationstreiber…”